Rezepte

Wildschweingulasch: deftiges Rezept

Wildschweinfleisch aus Keule oder Schulter wird mit Paprika, Speck, Zwiebeln und Rotwein geschmort. Die lange Garzeit macht das Fleisch zart und die Sauce besonders aromatisch.

  • Zubereitung 3 Std.
  • Portionen 4
  • Wildart Wildschwein
Wildschweingulasch kaufen
Wildschweingulasch: Ein deftiger Klassiker der mitteleuropäischen Küche

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g Wildschweinfleisch aus der Keule oder Schulter, in Würfel geschnitten
  • 2 große Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 rote Paprika, in Streifen geschnitten
  • 200 g Speck, gewürfelt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 500 ml kräftiger Rotwein
  • 500 ml Wildfond oder Rinderbrühe
  • 2 EL Schweineschmalz oder Pflanzenöl
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver, scharf
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • nach Belieben Salz
  • nach Belieben frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL saure Sahne zum Servieren (optional)
Kalorien:
ca. 122 kcal
Proteine:
21-23 g
Fette:
3-4 g
Kohlenhydrate:
0 g

Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.

Gut zu wissen

Wildschweinfleisch aus Keule und Schulter ist kräftig strukturiert und wird erst durch langes Schmoren richtig zart. Es schmeckt würziger als Hausschwein, bleibt vergleichsweise mager und liefert Eiweiß, Eisen und Zink. Paprika, Kümmel und Majoran sind die klassische Würzung, der Rotwein bindet die Aromen.

Der Name Gulasch geht auf das ungarische Wort gulyás für Rinderhirt zurück: Die Hirten kochten ihr Fleisch im Kessel über offenem Feuer. Paprika kam erst im 18. und 19. Jahrhundert in die ungarische Küche.

Aus der Wildküche

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Fleisch würfeln und würzen

    Waschen Sie das Wildschweinfleisch kurz unter kaltem Wasser und tupfen Sie es mit Küchenpapier gründlich trocken. Schneiden Sie es anschließend quer zur Faser in etwa 3-4 cm große Würfel, damit alle Stücke gleichmäßig schmoren. Würzen Sie das Fleisch mit Salz und Pfeffer. Trockenes Fleisch ist wichtig, denn nasse Würfel geben im Topf Wasser ab und werden grau statt braun.

    Zwei Jäger tragen ein erlegtes Wildschwein durch den Wald

  2. Speck knusprig anbraten

    Erhitzen Sie in einem großen, schweren Topf das Schmalz oder Öl. Braten Sie den gewürfelten Speck darin an, bis er knusprig ist und sein Fett ausgelassen hat. Nehmen Sie ihn mit einem Schaumlöffel heraus und stellen Sie ihn beiseite; das ausgelassene Fett bleibt im Topf und dient als Bratfett. Lassen Sie den Speck nicht zu dunkel werden, weil er sonst bitter schmeckt und später im Gulasch stört.

  3. Fleisch scharf anbraten

    Braten Sie das Fleisch portionsweise im heißen Fett scharf an, bis es rundherum gebräunt ist. Legen Sie dabei immer nur so viele Würfel ein, dass der Topfboden bedeckt, aber nicht überfüllt ist, und wenden Sie sie erst, wenn sie sich von selbst lösen. Zu viel Fleisch auf einmal senkt die Temperatur, dann kocht es im eigenen Saft und die Röstaromen fehlen später in der Sauce. Nehmen Sie das gebräunte Fleisch aus dem Topf und stellen Sie es beiseite.

  4. Zwiebeln und Knoblauch dünsten

    Dünsten Sie im selben Topf die gewürfelten Zwiebeln glasig; sie sind so weit, wenn sie durchscheinend sind und ihre scharfe Note verloren haben. Kratzen Sie dabei mit einem Holzlöffel den braunen Bratensatz vom Boden, denn der austretende Zwiebelsaft löst ihn und bringt Geschmack in die Sauce. Fügen Sie den gehackten Knoblauch hinzu und braten Sie ihn nur kurz mit. Knoblauch verbrennt schnell und wird dann bitter, deshalb genügen wenige Sekunden unter ständigem Rühren.

  5. Paprika mitbraten

    Geben Sie die in Streifen geschnittenen Paprika hinzu und braten Sie sie etwa 5 Minuten mit. Rühren Sie dabei gelegentlich um, damit die Streifen ringsum Hitze bekommen. Die Paprika sollen weich werden und an den Rändern leicht Farbe nehmen, aber noch nicht zerfallen. Sie geben in dieser Zeit Flüssigkeit ab, die den Bratensatz weiter vom Boden löst.

  6. Tomatenmark anrösten

    Schieben Sie das Gemüse an den Rand, fügen Sie das Tomatenmark hinzu und rösten Sie es kurz an, bis es duftet. Das Mark dunkelt dabei sichtbar nach und verliert seinen sauren Beigeschmack. Rühren Sie ständig, weil Tomatenmark schnell am Boden ansetzt und anbrennt. Sobald der Duft süßlich und röstig wird, ist der richtige Moment zum Ablöschen erreicht.

  7. Mit Rotwein ablöschen

    Löschen Sie mit dem Rotwein ab und lassen Sie ihn aufkochen. Lösen Sie mit dem Kochlöffel alles Angeröstete vom Topfboden, solange die Flüssigkeit sprudelt. Lassen Sie den Wein etwa zur Hälfte einkochen, damit der Alkohol verdampft und der Geschmack konzentriert wird. Die Flüssigkeit wird dabei dunkler und etwas dickflüssiger; ein zu früh aufgefülltes Gulasch schmeckt später scharf nach Wein.

  8. Fleisch und Fond zugeben

    Geben Sie das Fleisch und den gebratenen Speck mitsamt dem ausgetretenen Fleischsaft wieder in den Topf. Füllen Sie mit Wildfond oder Brühe auf, bis das Fleisch bedeckt ist. Die Stücke sollen dabei knapp bedeckt sein und nicht schwimmen, sonst wird die Sauce am Ende zu dünn. Rühren Sie einmal um, damit sich Fleisch, Speck und Gemüse gleichmäßig verteilen.

  9. Gewürze zugeben

    Fügen Sie die Lorbeerblätter, den Kümmel, beide Sorten Paprikapulver und den Majoran hinzu. Rühren Sie die Gewürze ein, solange der Topf nicht sprudelnd kocht, denn Paprikapulver wird in zu großer Hitze schnell bitter. Verreiben Sie den getrockneten Majoran vor dem Zugeben kurz zwischen den Fingern, damit sich sein Aroma löst. Schmecken Sie an dieser Stelle noch nicht endgültig ab, weil sich die Würze während der langen Garzeit noch verstärkt.

  10. Gulasch schmoren lassen

    Lassen Sie das Gericht bei niedriger Hitze zugedeckt etwa 2-2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist. Die Sauce soll dabei nur leise blubbern, denn bei starkem Kochen bleiben die Fasern trocken und zäh. Rühren Sie gelegentlich um und gießen Sie bei Bedarf etwas Flüssigkeit nach, sobald das Fleisch nicht mehr bedeckt ist. Das Gulasch ist fertig, wenn sich ein Würfel mit dem Löffel ohne Widerstand zerteilen lässt.

  11. Lorbeerblätter entfernen

    Wenn das Fleisch gar ist, entfernen Sie die Lorbeerblätter aus dem Topf. Zählen Sie beim Herausnehmen mit, damit kein Blatt im Gulasch zurückbleibt. Lorbeer gibt sein Aroma vollständig an die Sauce ab und schmeckt bei längerem Mitkochen zunehmend streng. Fischen Sie bei dieser Gelegenheit auch grobe Gewürzreste heraus, die Sie nicht auf dem Teller haben möchten.

  12. Gulasch abschmecken

    Schmecken Sie mit Salz und Pfeffer ab und probieren Sie dabei einen Löffel Sauce zusammen mit einem Stück Fleisch. Würzen Sie in kleinen Schritten nach und rühren Sie nach jeder Zugabe um. Ist die Sauce noch zu dünn, lassen Sie sie ohne Deckel bei etwas höherer Hitze einkochen. Beachten Sie, dass der Speck bereits Salz mitgebracht hat, weshalb Sie eher vorsichtig salzen sollten.

  13. Anrichten und servieren

    Servieren Sie das Wildschweingulasch am besten mit Semmelknödeln, Spätzle oder Kartoffelpüree. Richten Sie es in vorgewärmten tiefen Tellern an, damit es nicht zu schnell auskühlt. Wenn Sie möchten, können Sie einen Klecks saure Sahne darüber geben. Rühren Sie die saure Sahne erst auf dem Teller unter und nicht im heißen Topf, damit sie nicht ausflockt.

Noch besser genießen

Tipps & Beilagen

Kochen Sie das Gulasch ruhig einen Tag im Voraus: Aufgewärmt schmeckt es runder, weil sich Majoran und Kümmel setzen. Erwärmen Sie es dann langsam und zugedeckt, damit das Fleisch nicht ausfasert.

Wildschwein gehört immer vollständig durchgegart auf den Teller; nach dem langen Schmoren ist das ohnehin erreicht.

Herkunft & Tradition

Nährwert und gesundheitliche Vorteile von Wildschweinfleisch

Wildschweinfleisch ist nicht nur geschmacklich eine Bereicherung, sondern auch aus ernährungsphysiologischer Sicht interessant. Es zeichnet sich durch einen hohen Proteingehalt und einen relativ geringen Fettanteil aus.

Nährwerte (pro 100g Wildschweinfleisch):

  • Kalorien: ca. 122 kcal
  • Protein: 21-23 g
  • Fett: 3-4 g
  • Kohlenhydrate: 0 g
  • Eisen: 2,3 mg
  • Zink: 2,3 mg
  • Vitamin B12: 1,3 µg
  • Selen: 14,6 µg

Vitamine und Mineralstoffe:

Wildschweinfleisch ist besonders reich an:

  1. Eisen: Wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper.
  2. Zink: Essentiell für das Immunsystem und die Wundheilung.
  3. Vitamin B12: Wichtig für die Funktion des Nervensystems und die Blutbildung.
  4. Selen: Ein wichtiges Spurenelement mit antioxidativen Eigenschaften.
  5. B-Vitamine: Insbesondere Niacin, Vitamin B6 und Riboflavin, die für den Energiestoffwechsel wichtig sind.

Gesundheitliche Vorteile:

  1. Mageres Protein: Wildschweinfleisch ist eine gute Quelle für mageres Protein, was es zu einer geeigneten Wahl für eine proteinreiche, fettarme Ernährung macht.
  2. Natürliche Ernährung: Da Wildschweine sich von natürlicher Nahrung in ihrem Lebensraum ernähren, enthält ihr Fleisch oft ein günstigeres Fettsäureprofil als Fleisch aus konventioneller Tierhaltung.
  3. Frei von Zusatzstoffen: Wildschweinfleisch enthält keine Antibiotika oder Wachstumshormone, die in der konventionellen Tierhaltung eingesetzt werden können.
  4. Reich an Mineralien: Der hohe Gehalt an Eisen und Zink kann zur Stärkung des Immunsystems und zur Vorbeugung von Eisenmangel beitragen.
  5. Niedriger Fettgehalt: Im Vergleich zu vielen anderen roten Fleischsorten hat Wildschweinfleisch einen geringeren Fettgehalt.

Vorteile von Wildschwein gegenüber Hausschwein

Wenn Sie sich für die gesundheitlichen Aspekte Ihrer Ernährung interessieren, sollten Sie die Vorteile von Wildschweinfleisch gegenüber dem Fleisch von Hausschweinen in Betracht ziehen. Wildschweinfleisch enthält deutlich weniger Cholesterin, was es zu einer gesünderen Option für herzbewusste Konsumenten macht. Da Wildschweine in freier Natur leben und nicht in Massentierhaltung aufgezogen werden, ist ihr Fleisch frei von Hormonen und Antibiotika, die in der konventionellen Schweinezucht häufig eingesetzt werden. Dies resultiert in einem reineren, natürlicheren Produkt.

Darüber hinaus ist Wildschweinfleisch in der Regel magerer als das Fleisch von Hausschweinen, da die Tiere sich viel bewegen und eine abwechslungsreiche, natürliche Ernährung haben. Diese natürliche Ernährungsweise führt auch dazu, dass das Fleisch von Wildschweinen oft besser vom menschlichen Körper verwertet werden kann. Es enthält eine ausgewogenere Zusammensetzung von Nährstoffen und Fettsäuren, die Ihr Körper leichter aufnehmen und nutzen kann. All diese Faktoren machen Wildschweinfleisch zu einer ernährungsphysiologisch wertvolleren und natürlicheren Alternative zum Fleisch von Hausschweinen.

Herkunft & Tradition

Kulturelle Bedeutung und moderne Interpretation

Wildschweingulasch ist tief in der mitteleuropäischen Kultur verwurzelt und spiegelt die enge Verbindung zwischen Jagdtradition und Kochkunst wider. In vielen Regionen ist es ein traditionelles Herbst- und Wintergericht, das eng mit der Jagdsaison verknüpft ist.

In der deutschen, österreichischen und ungarischen Küche nimmt Wildschweingulasch einen besonderen Platz ein. Es wird oft bei festlichen Anlässen oder in der kalten Jahreszeit serviert und ist ein beliebtes Gericht in traditionellen Gasthäusern und Restaurants, die sich auf Wildgerichte spezialisiert haben.

In der modernen Gastronomie erfährt Wildschweingulasch eine Renaissance. Innovative Köche experimentieren mit neuen Zubereitungsmethoden und ungewöhnlichen Zutaten, um dem klassischen Gericht eine zeitgenössische Note zu verleihen.

Die zunehmende Beliebtheit von Wildschweinfleisch lässt sich auch im Kontext der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen und natürlichen Lebensmitteln verstehen. Viele Verbraucher schätzen Wildfleisch als eine ethische und umweltfreundliche Alternative zu Fleisch aus industrieller Tierhaltung.

Wildschweingulasch ist auch zu einem beliebten Gericht für ambitionierte Hobbyköche geworden. Die Zubereitung erfordert Zeit und Sorgfalt, was es zu einem idealen Projekt für Wochenenden oder besondere Anlässe macht. Wenn Sie Interesse haben, Ihre Kochkünste zu erweitern, könnten Sie Kochkurse und Workshops in Betracht ziehen, die sich auf die Zubereitung von Wildgerichten konzentrieren und sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.

In einer Zeit, in der regionale und saisonale Küche wieder an Bedeutung gewinnt, steht Wildschweingulasch symbolisch für eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte in der Ernährung, verbunden mit einem modernen Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Qualität. Es verbindet die reiche kulinarische Geschichte Mitteleuropas mit zeitgenössischen Ernährungstrends und bleibt dabei ein zeitloses Gericht, das Genuss und Tradition vereint.

Herkunft & Tradition

Wildschweingulasch kaufen

Kaufen Sie unser erstklassiges Wildschweinfleisch für Ihr perfektes Gulasch! Frisch aus der Natur, liefern wir Ihnen feinstes Wildfleisch direkt nach Hause – zuverlässig innerhalb von 24 Stunden mit DHL-Express. Unsere sorgfältig ausgewählten Fleischstücke garantieren ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Wir sind stolz auf unsere Qualität und unseren Service: Einmal bestellt, werden Sie immer wieder zu uns zurückkehren. Vertrauen Sie auf unsere Expertise und genießen Sie authentisches Wildfleisch für Ihr nächstes Gourmet-Gulasch!

Wildfleisch online kaufen

Passend zum Rezept

Wildschweingulasch

Das Wildschweingulasch wird aus Schulter und Nacken des Wildschweins nach natürlichem Muskelverlauf geschnitten und ist küchenfertig portioniert. Durch die Anteile von Nackenfleisch enthält das Wildschweingulasch teilweise auch Fett und Sehen, die sich beim Schmoren jedoch auflösen und erst dadurch für ein butterzartes und saftiges Wildschweingulasch sorgen. Kaufen Sie jetzt online unser Wildschweingulasch und erhalten Sie via 24h Express unser bestes Wildschweinfleisch direkt zum Wunschtermin geliefert.Wildfleisch…

28,50  (28,50 /kg)
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Zum Produkt

Für unseren Newsletter anmelden

Wir nutzen den Newsletterdienst Mailchimp. Mit der Eintragung in unserem Newsletter stimmen Sie auch zu, dass wir Ihre hier angegebenen Daten an Mailchimp für den Newsletterversand übergeben dürfen. Weitere Informationen finden Sie in den Mailchimp-Nutzungsbedingungen.