Rezepte

Hirschsteak braten mit Rotwein-Marinade

Hirschsteaks ziehen kurz in einer würzigen Rotwein-Senf-Marinade und werden anschließend rosa gebraten. Fenchel, Zwiebeln und Sauerkraut sorgen für eine kräftige, fein abgestimmte Beilage.

  • Zubereitung 44 Min.
  • Portionen 4
  • Wildart Hirsch
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Wildrezept: Hirschsteak

Zutaten für 4 Portionen

  • 1/2 TL Knoblauchsalz
  • 1 TL Salz
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL scharfer Senf
  • 125 ml Rotwein
  • 2 TL Zucker
  • 6 EL Öl
  • 4 Hirschrückensteaks à 160 g
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Fenchelknolle
  • 2 EL Butter
  • 200 g saure Sahne
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 10 Wacholderbeeren
  • nach Belieben Sauerkraut
  • nach Belieben Steinpilze
Kalorien:
150-180 kcal
Proteine:
20-23 g
Fette:
6-9 g
Kohlenhydrate:
2-4 g

Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.

Gut zu wissen

Hirschfleisch ist ausgesprochen mager, deshalb entscheidet beim Steak vor allem die Bratzeit über das Ergebnis: Wer es zu lange in der Pfanne lässt, verliert genau die Saftigkeit, für die man Wild überhaupt brät. Die Steaks stammen aus dem Rücken, dem feinsten Teil des Tieres, und müssen weder geklopft noch lange gebeizt werden. Auch die Marinade braucht deshalb nur kurz zu wirken. Bei Wald zu Tisch können Sie Wildfleisch kaufen, das direkt vom Jäger kommt – frisch, naturbelassen und ohne Mast aufgewachsen.

Aus der Wildküche

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Steaks marinieren

    Knoblauchsalz, Salz, schwarzen Pfeffer, den scharfen Senf, den Rotwein und den Zucker mit 2 EL Öl in einer flachen Schale verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Die vier Hirschrückensteaks hineinlegen und einmal wenden, so dass sie ringsum benetzt sind. Sie bleiben ungeklopft und ziehen etwa 30 Minuten in der Marinade, denn Klopfen würde die feinen Fasern des Rückens zerreißen und Saft austreten lassen. Nicht deutlich länger marinieren als angegeben, sonst färbt der Wein das magere Fleisch grau.

  2. Zwiebeln und Fenchel schneiden

    Die Zwiebeln schälen und mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden. Von der Fenchelknolle den Strunk kappen, die äußeren Blätter abziehen, wenn sie faserig oder fleckig sind, und die Knolle längs halbieren. Die Hälften mit der Schnittfläche nach unten auf das Brett legen und quer in dünne Scheiben schneiden, denn nur gleichmäßig dünne Scheiben garen später auch gleichmäßig. Zwiebeln und Fenchel getrennt bereitstellen, weil sie nacheinander in die Pfanne kommen.

  3. Steaks braten

    Das restliche Öl in einer schweren Pfanne erhitzen, bis es dünnflüssig wird und leicht schimmert. Die Steaks aus der Marinade nehmen und gut abtropfen lassen, denn anhaftende Flüssigkeit lässt das Fleisch dämpfen statt braten. Bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 3 Minuten braten und dabei nur einmal wenden, damit sich eine gleichmäßige braune Kruste bilden kann. Die Steaks herausnehmen, auf einen Teller legen und warm stellen, damit sie in Ruhe nachziehen.

  4. Zwiebeln rösten

    Die Zwiebelscheiben in den verbliebenen Bratsatz geben und bei mittlerer Hitze rösten. Dabei immer wieder mit dem Pfannenwender rühren und den braunen Bratensatz vom Boden lösen, weil er der Sauce später die Farbe und den Geschmack gibt. Die Zwiebeln sind so weit, wenn sie glasig sind und die Ränder goldbraun werden. Zu große Hitze ist hier der häufigste Fehler, denn der Zucker aus der Marinade verbrennt schnell und macht das Gemüse bitter.

  5. Fenchel dünsten

    Die Butter, die saure Sahne und das Paprikapulver zu den Zwiebeln geben und verrühren, bis eine gleichmäßige, hellrote Sauce entsteht. Die Fenchelscheiben einlegen und 5 Minuten dünsten, am besten zugedeckt bei kleiner Flamme. Die Sauce darf dabei nicht sprudelnd kochen, sonst gerinnt die saure Sahne und wird flockig. Der Fenchel soll bissfest bleiben und beim Probieren noch leicht knacken.

  6. Sauerkraut einmischen

    Dann das Sauerkraut mit den Fingern etwas auflockern und zusammen mit den Wacholderbeeren und den abgetropften Steinpilzen unter das Gemüse mischen. 3 Minuten dünsten und die Pfanne dabei mehrmals durchschwenken, damit sich die Sauce mit dem Kraut verbindet. Das Sauerkraut soll nur durchwärmt werden, längeres Kochen macht es weich und nimmt ihm die Säure. Die Wacholderbeeren bleiben ganz und geben ihr Aroma langsam an die Sauce ab.

  7. Anrichten und servieren

    Eine große Platte vorwärmen, zum Beispiel mit heißem Wasser ausspülen und trocken reiben. Das Gemüse darauf verteilen und die Steaks daraufsetzen. Anschließend die in der Pfanne verbliebene Sauce über das Fleisch gießen. Das Vorwärmen lohnt sich, weil mageres Wildfleisch auf einer kalten Platte sofort auskühlt und dann trocken wirkt.

Noch besser genießen

Tipps & Beilagen

Die Steaks etwa 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie gleichmäßig rosa bleiben. Nach dem Braten kurz ruhen lassen, bevor sie auf das Gemüse kommen.

Zum würzigen Bett aus Fenchel und Sauerkraut passen Salzkartoffeln oder ein kräftiger Spätburgunder, der die Rotwein-Marinade aufgreift.

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