Rezepte

Hasenrückenfilets auf Steinpilzrahm

Hasenrückenfilets werden kurz gebraten und auf einer sahnigen Sauce mit Steinpilzen und Räucherspeck angerichtet. Wacholder und ein Hauch Obstessig unterstreichen den Wildgeschmack.

  • Zubereitung 45 Min.
  • Portionen 4
  • Wildart Hase
Wildrezept: Hasenrückenfilets auf Steinpilzrahm

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 küchenfertige Hasenrückenfilets
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 2 EL Obstessig
  • 2–3 EL Butterschmalz
  • 300 g Steinpilze
  • 75 g durchwachsener, geräucherter Speck
  • 1 Zwiebel
  • 1 Schuss Rotwein
  • 3/8 l gebundene Wildsauce
  • 40 ml Orangenlikör
  • nach Belieben Salz
  • nach Belieben Pfeffer aus der Mühle
  • nach Belieben Kräuterzweige zum Garnieren
  • nach Belieben Orangenscheiben zum Garnieren
Kalorien:
150-180 kcal
Proteine:
17-20 g
Fette:
7-10 g
Kohlenhydrate:
2-4 g

Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.

Gut zu wissen

Für dieses raffinierte Gericht sollten Sie küchenfertige Hasenrückenfilets in bester Qualität verwenden. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Filets aus regionaler Jagd stammen und bereits sauber pariert sind. Hasenrücken ist das zarteste Stück am Tier und zugleich sehr mager: Er verträgt nur kurze Bratzeiten und wird bei zu langer Hitze schnell trocken und faserig. Wenn Sie hochwertiges Wildfleisch kaufen, passt seine feine Textur besonders gut zu Steinpilzen, Räucherspeck und der gebundenen Wildsauce.

Aus der Wildküche

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Filets würzen

    Die Hasenrückenfilets kurz kalt waschen und mit Küchenpapier gründlich trockentupfen. Die Wacholderbeeren im Mörser oder unter der flachen Messerklinge schroten, bis sie aufgebrochen sind und harzig duften. Die Filets rundum mit den geschroteten Beeren und mit Pfeffer aus der Mühle einreiben und die Gewürze leicht andrücken. Salz erst beim Braten zugeben, weil es dem mageren Fleisch vorher Saft entzieht.

  2. Filets braten

    Das Butterschmalz in einer schweren Pfanne erhitzen, bis es schäumt und der Schaum sich wieder legt. Die Filets hineinlegen und nach Geschmack medium oder ganz durchbraten, dabei möglichst nur einmal wenden, damit sich eine gleichmäßige Kruste bildet. Medium gebratene Filets geben auf leichten Fingerdruck nach und bleiben innen rosa, durchgebratene fühlen sich fest an. Die Filets salzen, herausnehmen und zugedeckt warm stellen. Das Bratfett samt Bratensatz in der Pfanne lassen, es ist die Grundlage der Sauce.

  3. Speck auslassen

    Den durchwachsenen, geräucherten Speck in feine Würfel schneiden und in das verbliebene Bratfett geben. Bei mittlerer Hitze auslassen und dabei gelegentlich rühren, bis das Fett klar ausgetreten ist und die Würfel an den Kanten leicht knusprig werden. Der Speck soll dabei nicht dunkelbraun werden, sonst wird die Sauce bitter. Die Pfanne währenddessen im Blick behalten, denn kleine Würfel bräunen sehr schnell.

  4. Zwiebel mitbraten

    Die Zwiebel schälen, halbieren und mit einem scharfen Messer fein hacken. Die Würfel zum Speck in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze kurz mitbraten, bis sie glasig und an den Rändern hell goldgelb sind. Dabei rühren, damit die feinen Stücke auf dem heißen Pfannenboden nicht verbrennen. Je feiner die Würfel gehackt sind, desto vollständiger lösen sie sich später in der Sauce auf.

  5. Steinpilze mitschwitzen

    Die Steinpilze verlesen und dabei schadhafte Stellen sowie Nadeln und Erdreste entfernen. Die Pilze rasch waschen und gut abtropfen lassen, denn im Wasser liegende Pilze saugen sich voll und wässern später in der Pfanne. Die abgetropften Pilze in feine Scheiben schneiden, zu den Speckzwiebeln geben und kurz mitschwitzen, bis sie zusammenfallen und glänzen. Die anfangs austretende Flüssigkeit weitgehend verdampfen lassen, bevor es weitergeht.

  6. Sauce reduzieren

    Mit einem Schuss Rotwein ablöschen und den Bratensatz mit dem Holzlöffel vom Pfannenboden lösen. Den Wein fast vollständig einkochen lassen, damit der Alkohol verfliegt und nur das Aroma zurückbleibt. Anschließend die gebundene Wildsauce angießen und das Ganze bei starker Hitze reduzieren lassen. Die Sauce ist weit genug eingekocht, wenn sie den Löffelrücken gleichmäßig überzieht und beim Rühren kurz eine Spur auf dem Pfannenboden stehen bleibt.

  7. Sauce verfeinern und anrichten

    Die Pfanne vom stärksten Feuer ziehen und die Sauce mit dem Obstessig und dem Orangenlikör verfeinern. Beides nach und nach einrühren und zwischendurch abschmecken, denn Essig und Likör sollen den Wildgeschmack nur unterstreichen und ihn nicht überdecken. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer aus der Mühle nachwürzen. Die Sauce auf vorgewärmte Teller geben und die quer zur Faser in Scheiben geschnittenen Hasenrückenfilets darauf legen.

  8. Mit Kräutern garnieren

    Zum Schluss die Teller mit den Kräuterzweigen und mit dünn geschnittenen Orangenscheiben garnieren. Die Zweige erst unmittelbar vor dem Servieren auflegen, damit sie frisch aussehen und in der Restwärme nicht welk werden. Die Garnitur sparsam an den Tellerrand setzen, sodass Fleisch und Sauce im Mittelpunkt bleiben. Die Teller sofort servieren, weil die dünnen Filetscheiben rasch auskühlen.

Noch besser genießen

Tipps & Beilagen

Lassen Sie die gebratenen Filets zugedeckt ruhen, während die Sauce entsteht – so verteilt sich der Fleischsaft und läuft beim Aufschneiden nicht auf das Brett. Die gebundene Wildsauce bringt meist schon Salz mit, schmecken Sie deshalb erst ganz am Ende ab.

Dazu passen Serviettenknödel oder Spätzle und ein kräftiger Rotwein.

Für unseren Newsletter anmelden

Wir nutzen den Newsletterdienst Mailchimp. Mit der Eintragung in unserem Newsletter stimmen Sie auch zu, dass wir Ihre hier angegebenen Daten an Mailchimp für den Newsletterversand übergeben dürfen. Weitere Informationen finden Sie in den Mailchimp-Nutzungsbedingungen.