Rezepte
Ungarisches Kesselgulasch
Wildschwein und Reh schmoren gemeinsam mit Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln und kräftigen Gewürzen. Das gehaltvolle Kesselgulasch eignet sich besonders für große Runden.
- Zubereitung 30 Min.
- Portionen 8
- Wildart Wildschwein
Zutaten für 8 Portionen
- 1 kg Wildschweinfleisch von der Keule
- 1 kg Rehfleisch von der Keule
- 500 g magerer Schweinebauch
- 250 g Salami
- 1,5 kg Zwiebeln
- 3 rote Paprikaschoten
- 3 grüne Paprikaschoten
- 3 gelbe Paprikaschoten
- 1 kg geschälte Tomaten mit Saft
- 1,2 kg Kartoffeln
- 1,5 l heißes Wasser
- 30 g Wurzelpetersilie
- 2 Kirschpaprika, frisch oder getrocknet
- 6 Knoblauchzehen
- 100 ml Sonnenblumenöl
- 2 TL Kümmel
- 2 TL Rosenpaprika
- nach Belieben Salz
- nach Belieben Pfeffer
- Kalorien:
- 150-180 kcal
- Proteine:
- 11-14 g
- Fette:
- 8-11 g
- Kohlenhydrate:
- 7-9 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Im Kesselgulasch treffen zwei Wildarten aufeinander: Wildschwein aus der Keule bleibt beim langen Schmoren saftig, mageres Rehfleisch nimmt die Würze aus Paprika und Kümmel gut auf. Der Schweinebauch und die Salami liefern das Fett, das beiden Wildarten fehlt.
Wegen der Mengen eignet sich das Gericht vor allem für große Runden. Bei Wald zu Tisch können Sie Wildfleisch kaufen, das nachhaltig gewonnen und naturbelassen ist – ideal für rustikale Schmorgerichte mit kräftigem Geschmack.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
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Zutaten würfeln
Die Salami von der Pelle befreien und in gleichmäßige Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen, halbieren und ebenfalls würfeln. Die Kartoffeln schälen und in etwa gleich große Würfel schneiden, damit sie später zur gleichen Zeit gar werden. Alles getrennt beiseite stellen, denn die drei Zutaten kommen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den Kessel. Die Kartoffelwürfel bis zur Verwendung mit Wasser bedecken, damit sie nicht braun anlaufen.
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Paprika und Knoblauch schneiden
Die roten, grünen und gelben Paprikaschoten halbieren, Kerne und weiße Trennwände entfernen und das Fruchtfleisch in etwa fingerbreite Streifen schneiden. Die Wurzelpetersilie schälen und klein schneiden, damit sie ihr Aroma schnell an den Sud abgibt. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken oder zuvor mit der Messerfläche zerdrücken. Die weißen Trennwände unbedingt entfernen, sie schmecken bitter und stören im fertigen Gulasch.
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Fleisch scharf anbraten
Wildschweinfleisch, Rehfleisch und den Schweinebauch von groben Sehnen befreien und in ca. 3 cm große Stücke schneiden. Das Fleisch trocken tupfen, mit Pfeffer und Paprikapulver würzen und das Sonnenblumenöl im Kessel stark erhitzen. Die Stücke portionsweise scharf anbraten, bis sie rundum braune Kanten haben und kräftig duften. Zu viel Fleisch auf einmal ist der häufigste Fehler, denn dann tritt Saft aus und das Fleisch kocht, statt zu braten.
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Zwiebeln und Knoblauch zugeben
Danach die Zwiebelwürfel und den gehackten Knoblauch zum Fleisch geben und salzen. Alles unter ständigem Wenden weiterbraten, bis die Zwiebeln zusammenfallen, glasig werden und leicht Farbe nehmen. Das Salz zieht Flüssigkeit aus den Zwiebeln und hilft, den Bratensatz vom Kesselboden zu lösen. Den Knoblauch dabei im Auge behalten, denn er verbrennt schneller als die Zwiebeln und wird dann bitter.
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Paprika schmoren
Die vorbereiteten Paprikastreifen zugeben und untermischen, sodass sie sich mit Fett und Zwiebeln verbinden. Alles 10 Minuten schmoren lassen und dabei gelegentlich umrühren. Die Paprika soll weich werden und Saft abgeben, ohne bereits zu zerfallen. In dieser Zeit entsteht die typische rote Farbe des Gulaschs, deshalb den Schritt nicht abkürzen.
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Mit Wasser auffüllen
Danach den Kessel mit dem heißen Wasser auffüllen, sodass das Fleisch knapp bedeckt ist. Wurzelpetersilie, die geschälten Tomaten mit ihrem Saft, die Kirschpaprika und den Kümmel zugeben und umrühren. Das Wasser bewusst heiß angießen, damit der Garvorgang nicht unterbrochen wird und das Fleisch nicht zäh anzieht. Die Kirschpaprika im Ganzen mitkochen, dann lässt sich die Schärfe später besser steuern.
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Köcheln lassen
Alles ca. 20 Minuten köcheln lassen und dabei mit einem langen Löffel regelmäßig vom Boden her umrühren. Die Flüssigkeit soll nur leise blubbern, ein starkes Kochen macht das Wildfleisch trocken. Am Kesselrand angesetzte Reste immer wieder einrühren, sonst brennen sie an und geben einen bitteren Ton. Nach dieser Zeit hat sich der Sud etwas verdichtet und das Fleisch beginnt weich zu werden.
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Kartoffeln und Salami zugeben
Dann die gewürfelten Kartoffeln und die Salami zugeben und alles weiter köcheln lassen. Hin und wieder umrühren, damit die Kartoffeln nicht am Boden festkleben. Die Kartoffeln sind gar, wenn sie sich mit der Messerspitze ohne Widerstand einstechen lassen und ihre Stärke die Flüssigkeit leicht gebunden hat. Die Salami gibt dabei Fett und Würze ab, deshalb erst danach über weiteres Salz entscheiden.
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Nachwürzen
Zum Schluss eine Kelle Gulasch probieren und nach Bedarf mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver nachwürzen. In kleinen Mengen würzen, umrühren und erneut abschmecken, da sich die Schärfe im heißen Kessel erst nach einigen Minuten voll entfaltet. Wer es milder mag, nimmt die mitgekochten Kirschpaprika vor dem Servieren heraus. Das Gulasch ist fertig gewürzt, wenn Salz, Paprika und Kümmel zusammen ein rundes, kräftiges Bild ergeben.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Über offenem Feuer zubereitet, bekommt das Kesselgulasch eine besonders kräftige Note. Der Kessel sollte großzügig bemessen sein, denn die Menge reicht für eine ganze Runde; aufgewärmt schmeckt das Gulasch am nächsten Tag noch würziger.