Rezepte

Gegrilltes Rebhuhn: Rezept mit Butter

Küchenfertige Rebhühner werden mit Zitronensaft, Paprika und zerlassener Butter gewürzt. Kurzes, kontrolliertes Grillen sorgt für Röstaromen, ohne das zarte Wildgeflügel auszutrocknen.

  • Zubereitung 35 Min.
  • Portionen 4
  • Wildart Rebhuhn
Wildrezept: Gegrilltes Rebhuhn

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 Rebhühner, küchenfertig
  • 2–3 EL Zitronensaft
  • nach Belieben Salz
  • nach Belieben Pfeffer
  • 2 TL edelsüßer Paprika
  • 80 g zerlassene Butter
Kalorien:
160-190 kcal
Proteine:
23-26 g
Fette:
7-10 g
Kohlenhydrate:
0 g

Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.

Gut zu wissen

Rebhuhn ist ein kleiner Feldvogel mit hellem, feinem Fleisch und deutlich milderem Wildgeschmack als Fasan oder Wildente. Es hat kaum Fettreserven, deshalb arbeitet dieses Rezept mit Butter und mit kurzer Garzeit statt mit langem Schmoren. Aufgeklappt und flach gegrillt gart der Vogel gleichmäßig, weil Keulen und Brust auf einer Ebene liegen und die Brust nicht schon trocken ist, wenn die Keule gerade gar wird. Bei Wald zu Tisch können Sie Wildfleisch bestellen, das aus heimischer Jagd stammt.

Aus der Wildküche

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Rückgrat heraustrennen

    Die küchenfertigen Rebhühner mit der Brust nach unten auf ein Brett legen. Jeweils das Rückgrat heraustrennen, indem mit einer Geflügelschere oder einem kräftigen Messer beidseitig am Rückgrat entlang geschnitten wird. Die Schere dabei dicht am Knochen führen, damit möglichst wenig Fleisch verloren geht. Wer keine Geflügelschere hat, nimmt ein schweres Kochmesser und trennt die Rippen mit gleichmäßigem Druck durch.

  2. Rippen entfernen

    Die Rebhühner aufklappen und mit der Handfläche flach auf das Brustbein drücken, bis es hörbar nachgibt. Anschließend Rippen und Brustbein mit den Fingern und der Messerspitze herauslösen. Die Vögel liegen danach flach auf dem Brett und garen später gleichmäßig, ohne dass die Keulen hochstehen. Dabei vorsichtig arbeiten, damit die Haut nicht einreißt, denn sie schützt das magere Fleisch vor der direkten Hitze.

  3. Rebhühner einreiben

    Die Rebhühner von beiden Seiten mit Zitronensaft beträufeln und mit Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprika einreiben. Die Gewürze mit den Fingern leicht in die Haut drücken, damit sie später nicht sofort abfallen. Danach die zerlassene Butter mit einem Pinsel gleichmäßig auftragen, auch an Keulen und Flügelansätzen. Das Paprikapulver nicht zu dick auftragen, weil es über direkter Hitze schnell verbrennt und bitter wird.

  4. Auf den Grill legen

    Die Rebhühner flach und mit der Hautseite nach oben auf einem Grillrost ausbreiten, ohne dass sie sich überlappen. Den Rost anschließend in den Ofen schieben oder auf den Kohlegrill legen, sobald die Kohle von grauer Asche bedeckt ist. Unter dem Rost etwas zum Auffangen der abtropfenden Butter vorsehen, sonst kann das Fett Flammen ziehen. Zwischen den Vögeln genug Abstand lassen, damit die Hitze rundherum zirkulieren kann.

  5. Mit Butter einpinseln

    Während des Garens die Rebhühner gelegentlich mit der zerlassenen Butter einpinseln. Das Fett gleicht aus, dass Wildgeflügel kaum eigene Fettreserven hat, und hält Brust und Keulen saftig. Den Pinsel nur leicht mit Butter beladen, damit möglichst wenig davon in die Glut tropft. Wird die Haut an einer Stelle sehr dunkel, das Stück auf eine kühlere Zone des Rostes schieben.

  6. Kurz von beiden Seiten grillen

    Die Hühner benötigen nur wenige Minuten von jeder Seite. Sie sind gar, wenn die Haut goldbraun und knusprig ist und beim Einstechen an der dicksten Stelle der Keule klarer Saft austritt. Danach kurz ruhen lassen und sofort servieren, solange die Haut noch knusprig ist. Zu langes Grillen ist der häufigste Fehler bei Rebhuhn, denn das magere Fleisch wird dann trocken und strohig.

Noch besser genießen

Tipps & Beilagen

Rebhühner trocknen schnell aus, deshalb bei mittlerer Glut grillen und die Brustseite zuletzt auflegen. Dazu passen geröstetes Weißbrot, Kräuterbutter und ein Salat mit Zitronendressing, das die Paprikanote aufgreift.

Ein leichter Weißwein oder ein Rosé begleitet das Geflügel gut.

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