Rezepte
Flambierte Rehmedaillons
Zarte Medaillons aus dem Rehrücken werden kurz gebraten und mit Cognac flambiert. Kräuter der Provence und Wildfond sorgen für eine aromatische, elegante Sauce.
- Zubereitung 40 Min.
- Portionen 4
- Wildart Reh
Zutaten für 4 Portionen
- 2 gehäutete Rückenfilets
- 2 EL Olivenöl
- nach Belieben Salz
- nach Belieben Pfeffer
- 1 EL Kräuter der Provence
- 20 ml Cognac
- 1/8 l Wildfond
- 150 ml Sahne
- 3 EL körniger oder süßer Senf
- 3 EL Sahnemeerrettich
- Kalorien:
- 160-190 kcal
- Proteine:
- 16-19 g
- Fette:
- 9-12 g
- Kohlenhydrate:
- 1-3 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Für diese Medaillons brauchen Sie gehäutete Rückenfilets vom Reh. Wenn Sie erstklassiges Wildfleisch kaufen, sind Rehfilets die feinste Wahl: Das Stück ist zart und mager und verträgt deshalb nur kurze, scharfe Hitze.
Die Silberhaut muss vorher weg, denn sie zieht sich beim Braten zusammen und wölbt die Scheiben. Flambieren ist dabei mehr als Schauwert – der Alkohol verbrennt, zurück bleiben Röstaromen, die sich mit dem Bratensatz zur Sauce verbinden. Achten Sie auf Filets aus heimischer Jagd.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
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Backofen vorheizen
Den Backofen auf 50 °C vorheizen und eine hitzefeste Platte oder einen flachen Teller mit hineinstellen. Bei dieser niedrigen Temperatur bleiben die Medaillons später warm, ohne nachzugaren und dabei grau zu werden. Ober- und Unterhitze genügt; eine höhere Stufe würde das zarte Fleisch austrocknen. Wer am Gerät eine Warmhaltefunktion hat, kann auch diese nutzen.
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Medaillons schneiden und würzen
Die gehäuteten Rückenfilets quer zur Faser in nicht zu dicke Medaillons schneiden, wobei ein scharfes Messer und ein Schnitt in einem Zug glatte Ränder ergeben. Alle Medaillons sollten etwa gleich dick sein, damit sie später gleichmäßig garen. Die Scheiben anschließend mit dem Olivenöl einreiben, salzen, pfeffern und mit den Kräutern der Provence würzen. Das Öl verteilt die Gewürze gleichmäßig und schützt das magere Fleisch vor dem Austrocknen.
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Im Kühlschrank ziehen lassen
Die gewürzten Medaillons fest in Alufolie wickeln, sodass sie eng aneinanderliegen und kein Aroma entweicht. Das Päckchen 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank legen, in dieser Zeit ziehen die Kräuter in das Fleisch ein. Vor dem Braten das Päckchen aus dem Kühlschrank nehmen und die Medaillons kurz Temperatur annehmen lassen. Direkt eiskalt in die Pfanne gegeben, garen sie außen zu stark, bevor der Kern warm ist.
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Medaillons anbraten und flambieren
Danach eine Pfanne kräftig erhitzen und die Medaillons von jeder Seite etwa 4 bis 5 Minuten anbraten, bis sie eine braune Kruste haben. Die Stücke dabei nicht zu eng legen und nur einmal wenden, damit die Kruste erhalten bleibt. Anschließend kurz salzen, die Pfanne vom Herd ziehen, mit Cognac übergießen und flambieren. Beim Flambieren die Dunstabzugshaube ausschalten, nichts Brennbares in der Nähe stehen haben und die Flamme von selbst ausgehen lassen.
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Fleisch warm stellen
Die Medaillons aus der Pfanne heben und im vorgeheizten Backofen warm stellen. Den Bratensatz dabei in der Pfanne lassen, denn er ist die Grundlage der Sauce. Das Fleisch nur locker abdecken, damit die Oberfläche nicht austrocknet, sich aber auch keine Feuchtigkeit staut und die Kruste aufweicht. Die Ruhezeit ist erwünscht, weil sich der Fleischsaft in dieser Zeit gleichmäßig verteilt.
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Sauce einkochen
Den Bratensatz in der noch heißen Pfanne mit dem Wildfond und der Sahne ablöschen und die angesetzten Röststoffe mit einem Holzlöffel vom Boden lösen. Dabei so lange rühren, bis sich der braune Satz vollständig gelöst hat, denn darin steckt der Geschmack der Sauce. Anschließend alles bei mittlerer Hitze offen einkochen lassen, bis sich das Volumen sichtbar verringert hat. Die Pfanne dabei im Blick behalten, weil sahnehaltige Saucen leicht überkochen.
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Sämigkeit prüfen
Die Sauce zwischendurch mit einem Löffel prüfen: Sie soll den Löffelrücken gleichmäßig überziehen und beim Durchziehen mit dem Finger eine Spur stehen lassen. Ist die gewünschte Sämigkeit noch nicht erreicht, die Sauce weiter offen einkochen lassen und erneut prüfen. Wirkt sie dagegen schon zu dick, in kleinen Mengen Sahne angießen und dazwischen jedes Mal nachschmecken. Zu stark eingekochte Sauce schmeckt sonst schnell zu salzig.
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Sauce abschmecken
Die Pfanne vom Herd nehmen und die Sauce mit dem Sahnemeerrettich und dem körnigen oder süßen Senf abschmecken. Beides löffelweise einrühren und jeweils nachschmecken, weil Schärfe und Süße sonst schnell überwiegen. Die Sauce danach nicht mehr sprudelnd kochen lassen, sonst verliert der Meerrettich seine frische Schärfe. Zum Servieren die Medaillons aus dem Ofen nehmen und die Sauce darübergeben oder daneben anrichten.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Die Filets lassen sich gleichmäßiger schneiden, solange sie noch gut gekühlt sind. Beim Flambieren einen Deckel griffbereit halten, dann lässt sich eine zu hohe Flamme sofort ersticken.
Dazu passen Rosmarinkartoffeln und ein kräftiger Spätburgunder; übrige Sauce schmeckt am nächsten Tag zu Bandnudeln.