Rezepte
Gefüllte Tomaten mit Rehhackfleisch
Tomaten werden mit einer herzhaften Masse aus Rehhack, eingeweichtem Brötchen, Schinken und Kräutern gefüllt. Im Ofen verbinden sich Frische und kräftiges Wildaroma.
- Zubereitung 30 Min.
- Portionen 4
- Wildart Reh
Zutaten für 4 Portionen
- 1 Brötchen vom Vortag
- 125 ml Milch
- 350 g Rehhackfleisch
- 100 g gekochter Schinken
- 2 EL gehackte Petersilie
- 2 EL Majoran
- 2 EL Thymian
- 2 EL Rosmarin
- 1 großes Ei
- nach Belieben Pfeffer aus der Mühle
- nach Belieben Salz
- 3 Schalotten
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Butter
- 8 große Fleischtomaten
- Kalorien:
- 120-150 kcal
- Proteine:
- 12-15 g
- Fette:
- 5-8 g
- Kohlenhydrate:
- 4-6 g
Diese Daten sind Näherungswerte pro 100 g. Kaloriengehalt und Nährwert können je nach Rasse und Alter des Tieres sowie der Zubereitungsmethode variieren.
Gut zu wissen
Rehhack ist sehr mager und enthält kaum Fett, das beim Garen Saft ersetzen könnte. Deshalb gehören eingeweichtes Brötchen und Ei in die Masse: Sie binden den Fleischsaft und halten die Füllung saftig.
Aus demselben Grund vertragen die Tomaten keine lange Garzeit; sie geben zwar Flüssigkeit ab, doch das Fleisch trocknet trotzdem aus. Fleischtomaten mit fester Wand halten dabei die Form am besten. Bei Wald zu Tisch können Sie Wildfleisch kaufen, das aus verantwortungsvoller Jagd stammt.
Aus der Wildküche
Zubereitung Schritt für Schritt
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Fleischmasse verkneten
Das Brötchen vom Vortag in grobe Stücke brechen und in der Milch einweichen, bis es durchgehend weich ist. Anschließend mit den Händen gut ausdrücken, denn zu viel Flüssigkeit macht die Masse weich, sodass sie später in der Tomate nicht zusammenhält. Das Rehhackfleisch, den fein gehackten gekochten Schinken, Petersilie, Majoran, Thymian, Rosmarin, das Ei, Pfeffer aus der Mühle und Salz zugeben. Alles mit den Händen gründlich verkneten, bis eine gleichmäßige, bindige Masse entsteht, die am Löffel haften bleibt.
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Schalotten dünsten
Die Schalotten und die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen und beides bei milder Hitze etwa 5 Minuten dünsten, bis die Schalotten glasig und weich sind. Die Würfel dürfen dabei keine Farbe nehmen, weil gebräunter Knoblauch bitter schmeckt und die Füllung überdeckt. Die Pfanne anschließend vom Herd ziehen und den Inhalt abkühlen lassen, damit er die Fleischmasse nicht anwärmt.
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Tomaten aushöhlen
Von den Fleischtomaten mit einem scharfen Messer am Stielansatz jeweils einen Deckel abschneiden und beiseitelegen. Die Tomaten mit einem Teelöffel aushöhlen und das herausgelöste Innere in einer Schüssel auffangen. Die Wände dabei nicht zu dünn schaben, sonst fallen die Tomaten im Ofen zusammen und die Füllung läuft aus. Die Deckel den zugehörigen Tomaten zuordnen, weil sie unterschiedlich groß sind und später wieder passen sollen.
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Tomatenfleisch beigeben
Das aufgefangene Innere in ein Sieb geben und Kerne sowie Saft ablaufen lassen. Nur das feste Tomatenfleisch klein schneiden und der Fleischmasse beigeben, dann alles noch einmal kurz durchkneten. Kerne und Saft würden die Masse zu feucht machen, sodass sie beim Garen aus den Tomaten läuft. Die fertige Masse soll formbar sein und beim Zusammendrücken in der Hand zusammenhalten.
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Tomaten füllen
Die ausgehöhlten Tomaten mit einem Löffel bis zum Rand mit der Fleischmasse füllen und diese dabei leicht andrücken, damit keine Hohlräume bleiben. Die Füllung nicht über den Rand häufen, weil sie im Ofen noch etwas aufgeht. Anschließend die passenden Deckel wieder aufsetzen. Die Deckel schützen die Füllung vor dem Austrocknen und halten die Tomaten in Form.
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Im Ofen garen
Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen und die gefüllten Tomaten mit etwas Abstand nebeneinandersetzen, damit sie sich beim Garen nicht gegenseitig umdrücken. Die Form in den auf 230 °C vorgeheizten Backofen schieben und die Tomaten etwa 25 Minuten garen. Die Tomaten sind fertig, wenn die Haut leichte Falten wirft und die Füllung in der Mitte fest ist. Bei deutlich längerer Garzeit platzen die Tomaten und die Füllung tritt aus.
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Soße reichen
Die Tomaten vorsichtig mit einem breiten Löffel aus der Form heben und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Die in der Form zurückgebliebene Brühe aus Tomatensaft und Bratbutter kurz verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Brühe als kleine Soße um die Tomaten verteilen und nicht darüber gießen, damit die Deckel trocken bleiben. Diese Soße ist absichtlich dünn und wird nicht gebunden.
Noch besser genießen
Tipps & Beilagen
Basmati-Reis oder Bratkartoffeln passen gut, weil sie den austretenden Sud aufnehmen. Eine nicht zu große Auflaufform hält die Tomaten an ihrem Platz, ohne dass sie sich beim Garen gegenseitig umdrücken.
Bleibt Fleischmasse übrig, lässt sie sich zu kleinen Bällchen formen und mit in die Form geben.